Geschichte

Hier also hat er gelebt, der Wiener Opernsänger Leo Slezak, Heldentenor – Filmschauspieler für humorige Charakterrollen. Hier schrieb er sein „Lebensmärchen“ und manch andere ergötzliche Geschichte.

Noch immer spürt man den Geist Leo Slezaks in den Stuben des schönen Landhauses, das heute in Verbindung mit dem Hotel Malerwinkel seine Gäste mit Atmosphäre und Gastlichkeit verwöhnt.

Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, laden wir Sie ein, einen Blick in unsere Familienchronik zu werfen:

1743
Gerechtsame

Die Geschichte der Familie Höss ist mit Egern und der Überfahrt eng verbunden. Seit 20.1.1743 ist der Überführer zum Hoißen, eine Gerechtsame der Familie Höss.

1873
erste Maß Bier

Am Johannistag, dem 24.6.1873, als Joseph Höss mit dem Hausnamen „beim Hoißen“ ganz offiziell als Gastwirt die erste Maß Bier ausschenkte, war dies die Geburtsstunde des Gasthofs zur Überfahrt.

1903
30 jährigen Gasthausjubiläum

Ein Haus, in dem die nächsten Jahrzehnte Theatergeschichte geschrieben wurde und in dem sich Künstler, Kaufleute, Politiker und Prominente trafen. Joseph Höss war ein sehr vielseitiger Mann, der die Zeichen der Zeit schon sehr früh zu denken wusste und danach handelte.

Zum 30 jährigen Gasthausjubiläum 1903 krönte Höss sein bisheriges Werk mit der Eröffnung des Saalanbaues mit Gästezimmern, Kegelbahnen und Terrasse.

1910
Tarock

Ab 1910 trafen sich regelmäßig Leo Slezak, Ludwig Thoma, Ludwig Ganghofer und der Hoißenvater zu einem zünftigen Tarock.

1929
Übergabe

1929 übergab Joseph Höss seinen beiden Söhnen Johann und Max in Erbengemeinschaft das stattliche Anwesen mit Motorschifffahrtgesellschaft.

1929
Tod Josef Höss

Im September 1929 stirbt der Ökonomierat und Ehrenbürger der Gemeinde Rottach-Egern, Josef Höss.

1939
Heirat Johann Höss

1939 heiratet Johann Höss Anna Kirschner, Brauereimeistertochter aus Tegernsee. Aus der Ehe gingen Tochter Anna und die Söhne Sepp und Hans Höss hervor.

1946
Tod von Max Höss

1946 verunglückt Max mit dem Traktor tödlich. Die Überfahrt wird geteilt, Hotel und Gastronomie fallen an Max’s Witwe, die später den Kaufmann Jost Hurler heiratet.

1953
Gästehaus mit 30 Betten

1953 erbauen Johann und Anna Höss das Gästehaus mit 30 Betten.

1962
Erweiterung des Anwesens

1962 kaufen Johann und Anna Höss von der Enkelin Leo Slezaks das nachbarliche Anwesen und bauen es in ein Gästehaus mit Kaffeelokal und Gartenterrasse um.

1970
Besitzaufteilung

1970 teilen Johann und Anna Höss ihren Besitz zu gleichen Teilen unter ihren Kindern auf. Sepp Höss erhält das Slezak Haus.

1971
Tod Johann Höss

1971 stirbt völlig unerwartet Johann Höss, Gastwirt von Egern.

2004
Übergabe an Thomas Höss

2004 übergibt Sepp Höss das Hotel-Cafe Malerwinkel an seinen Sohn Thomas Höss, der es mit seiner Familie in bekannter Weise weiterführt.